Elefantenchronik

10. März 2019

Kürzlich wurde im täglichen Magazin beim TV-Sender ARTE ein Bericht über die Kölner Elefanten gesendet:

Die Kölner Elefanten im Spätsommer 2006

Khaing Lwin Htoo (†)

Geboren 22.11.1981 in Myanmar, gestorben 13. 12. 2006 in Köln
Mutter Arbeitselefant, Vater wildlebender Bulle
Geschwister; nicht bekannt
Nachwuchs:
Kam Yome (geboren 29.05.94, gestorben 30.05.94)
1997 Frühgeburt (tot)
2001 Aung Bo
2006 Marlar
Sie war ein kräftiges Tier mit kurzen Beinen, steiler Stirnwulst, langem Schwanz und langgezogenen Brüste.
Wegen gesundheitlicher Probleme musste Khaing Lwin Htoo am 13. Dezember 2006 eingeschläfert werden, um dem Tier weitere Qualen zu ersparen. Die ersten Probleme traten bereits vor der Geburt von Marlar auf. Die Einschläferung wurde zunächst hinausgezögert, um Marlar ein möglichst normales Aufwachsen zu ermöglichen. Es war zunächst fraglich, wie Marlar den Verlust der Mutter verkraften wird. Aber inzwischen hat sie sich mit Hilfe der vielen „Tanten“ und durch die Fürsorge der Kölner Elefantenpfleger zu einem kräftigen Jungelefanten entwickelt und den frühen Verlust der Mutter gut weggesteckt.

Aung Bo „Eroberer“

Mutter Khaing Lwin Htoo, Vater Naing Thein

Geboren am 17. Juli 2001 im Zoo/Emmen

Aung Bo kam mit seiner Mutter Khaing Lwin Htoo im August 2004 in den Zoo Köln.

Aung Bo ist ein kräftiges Tier, selbstbewusst und übermütig.

Merkmal: hohe Beine, nach hinten gerollte Ohrränder und sichtbare Stoßzähne.

Geschwister sind: der im Jahre 1997 geborene Bulle Tsje Pyan – Halbbruder (lebt jetzt in Sevilla mit seinem Halbbruder Maung Htoo und 2 weiteren Jungbullen zusammen), Halbbruder Aung Si und Halbschwester Marlar.

Am 20. April 2007 wechselte er mit Aung Si in den Zoo nach Sevilla/Spanien über.

Im September 2012 ging Aung Bo als neuer zukünftiger Zuchtbulle nach Chester/Südengland.

Mittlerweile hat Aung Bo Nachwuchs: im Jahr 2015 Tochter Nandita Hi Way, 2016 Tochter Indali Hi Way, 2017 Sohn Aayu Hi Way


Aung Si „ Klang des Volkes“ (†)

Aung Si

Aung Si geboren am 03. März 2002 im Zoo Emmen/Niederlande

Mutter Thi Ha Phyu, Vater Naing Thein

Aung Si kam im August 2004 mit seiner Mutter Thi Ha Phyu nach Köln.

Merkmale hohe Beine, nach vorne gebogene Ohrränder und noch sehr kleine Stoßzähne. Aung Si ist sehr zurückhaltend, versteht sich aber gut mit Aung Bo und Raja.

Aung Si hat 2 Geschwister: den im Jahre 1997 geborenen Bullen Tsje Pyan -„richtiger“ Bruder (lebt jetzt in Sevilla zusammen mit seinem Halbbruder Maung Htoo und 2 weiteren Jungbullen, und Aung Bo (Halbbruder, der selbe Vater). Ein weiteres Halb-„Geschwisterchen“ wird etwa Mai 2007, im Kölner Zoo erwartet.

Am 09. Mai 2007 kam seine Halbschwester Maha Kumari (Vater Bindu) auf die Welt.

Am 20. April 2007 wechselte er mit Aung Bo in den Zoo nach Sevilla/Spanien über.

Am 1. April 2017 verstarb Aung Si an einer vergifteten Luzernen-Silage.

Chumpol „Generälin“ (†)


Chumpol wurde in Thailand geboren und lebte dort in einem Elefantencamp. Am 16.09.2006 traf Chumpol zusammen mit vier weiteren Kühen aus dem „Ayutthaya Elephant Palace & Royal Kraal“ aus Bangkok in Köln ein.

Nach einer Auseinandersetzung in der Elefantenherde in der Nacht zum 2. Mai 2012 fanden´die Pfleger Chumpol tagsüber tot in einem der Badebecken.
Chumpol galt zwar als friedfertig, aber sie wollte sich nicht in die Gruppe einfügen.
Das Ergebnis der vierstündigen Obduktion ergab als Todesursache: Posttraumatischer Schock, der zum Herz-Kreislauf-Versagen führte.
Die Sektion hat zudem bestätigt: Das 2006 aus Thailand gekommene Tier war nicht, wie damals angegeben, erst 29 Jahre alt, sondern deutlich älter, aufgrund der fast nicht mehr vorhandenen Backenzähne war sie schätzungsweise 55 Jahre alt.
Die Gruppe hat nicht, wie es sonst bei Elefanten üblich ist, getrauert.

Ming Jung „Mein Junge“

Geboren am 16. April 2007 in Köln

Mutter Tong Koon Köln, Vater Plai Kongka/Thailand
Ming Jung ist ein kleines ruhiges Bullenkalb, sehr aufgeweckt, neugierig und verträgt sich, nach den anfänglichen „Eifersüchteleien von Marlar“, mit ihr hervorragend.

Ming Jungs Entwicklung




Bildergalerie Ming Jung

Ming Jung verließ am 12. Juli 2012 den Kölner Zoo und ist jetzt im Zoo von Antwerpen/Belgien in einer Junggesellengruppe untergebracht. Eine Rückkehr nach ca. 5 Jahren ist denkbar.

Aye Chan May „friedliches Mädchen“


Aye Chan May, wurde im August 1995 in Myanmar in einem Wildlife Park geboren. Ihr Vater ist Pha Po, ihre Mutter Ma Khaing.
Am 27. September 2005 kam sie zusammen mit Shu Thu Zar in den Zoo Köln.

Merkmale: ein heller Fleck auf der Stirn, langer Schwanz und kleine sichtbaren Stoßzähne, rechter Zahn etwas länger. Aye Chan May hält sich oft in der Nähe von Shu Thu Zar auf.
Wegen Unstimmigkeiten in der Herde wurde Aye Shan May mit ihrem Sohn Khin Yadanar Min am 11. Juli 2013 an den Zoo Pairi Daiza/Belgien abgegeben. Im Juli 2016 bekam sie erneut Nachwuchs, der nicht überlebte.
Am 27. Februar 2019 gebar sie ein Kuhkalb.

Khin Yadanar Min „siegreiches Juwel“


Geboren am 27. Juli 2009 in Köln

Mutter Aye Chan May, Vater Bindu

Noch hat er ein umgeklapptes und ein Knautschohr ….. wie auf dem Bild zu sehen ist.
Khin Yadanar Min ist recht munter, vorwitzig, mutig erkundet er schon allein die Anlage. Tante Maejaruad lässt ihn aber kaum aus den Augen und ist sofort hinter ihm her. Aye Chan May überlässt ihren kleinen Sohn vertrauensvoll den anderen Kühen und er darf sich sogar an Tong Koons Milchbar bedienen. Die drei anderen jungen Elefanten kümmern sich jeder auf seine eigene Art liebevoll um ihn: Marlar als große Beschützerin, Maha Kumari als Schmusetante und Ming Jung als dicker Kumpel.

Khin Yadanar Mins Entwicklung





Bildergalerie Khin Yadanar Min

Khin Yadanar Min wurde mit seiner Mutter Aye Shan May am 11. Juli 2013 in den Zoo Pairi Daiza/Belgien abgegeben.

Seit dem 30. September 2014 lebt Khin Yadanar Min im Zoo Heidelberg.

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