Jung Bul Kne ist auch ins Wasserbecken gefallen

19. Juni 2017

Quelle: express.de

Köln –

So langsam wird es zur Routine im Zoo: Nachdem letzten Montag Tierpfleger in ein Wasserbecken im Außengehege des Elefantenparks springen mussten, um den damals erst fünf Tage alten Bullen „Kitai“ aus dem Wasser zu retten, ist am Freitag der gut drei Monate alte Bulle „Jung Bul Kne“ in dasselbe Becken geplumpst.

Auch diesmal waren die Pfleger zur Stelle, aber rausgeholt haben den Minirüssel die Elefantenkühe selbst – mit ihren Rüsseln.

„Genauso soll es sein! Und so funktioniert es auch in der Natur“, freut sich Zoo-Vorstand Theo Pagel gegenüber EXPRESS. „Unsere Pfleger haben den kleinen Elefanten mit einem langen Stock nur in die richtige Richtung geschubst.“

Und dann legten die Kühe Hand, pardon: Rüssel an. Laut trompetend stellten sie sich an den Beckenrand, eine Kuh ging mit den Vorderbeinen auf die oberste Stufe der Ausstiegstreppe und bückte sich tief runter, Jung Bul Knes Mutter Maha Kumari postierte sich links, bückte sich und ließ ihren Rüssel ins Wasser gleiten.

Und dann wird zwischen den beiden Kolossen ein kleiner schwarzer Fleck sichtbar: Mit ihren Rüsseln helfen die Kühe dem aufgeregten kleinen Elefanten aus dem Wasserbecken. Und auch diesmal applaudieren die Zoobesucher, während sich Jung Bul Kne aufgeregt unter seiner Mutter versteckt – und erstmal einen großen Schluck Milch nahm.

„Wir werden uns die Situation an dem Wasserbecken nochmal genau ansehen“, sagt Pagel. „Wir überlegen, ob es sinnvoll sein könnte, die Ausstiegstreppen in diesem Becken zu verbreitern. Grundsätzlich bleibt die Situation aber unproblematisch. Kühe und Pfleger passen auf.“